Ein Stummfilm mit Orchesterbegleitung
Deutschland 2004

Darsteller:
Helge Bechert
Michael Meyer
Andreas Haase
Carlo Ghirardelli

Ein armer Beamter läßt sich, um bei einer reichen Dienststelle zu arbeiten, dazu anstiften,
einen Brand zu legen. Geblendet von seinem Ehrgeiz, der Armut zu entkommen, gehorcht er…
Kamera
Kameraassistenz
Licht

Ausstattung
Kostüm
Maske
Catering
Anne Walther
Iracema Boccia
Maren Dostal
Marc Warnecke
Manuela Greipel
Jutta Herrmann
Tanja S. Rieger
Sabine Schmidt
Als der Komponist Arnold Schönberg 1930 seine „Begleitmusik zu einer Lichtspielszene op.34“ dem Publikum vorstellte, gab es besagte Lichtspielszene nicht - und möglicherweise hätte es sie nie gegeben. Das Stück, obwohl erfolgreich, wurde nur selten gespielt.
Im Sommer 2003 jedoch haben das Staatsorchester und die Studenten der Filmklasse Kassel das Projekt gemeinsam aus der Taufe gehoben: Entstanden ist ein zehnminütiger Film im Stil der Stummfilme jener Zeit.
Der außergewöhnliche Schauspieler Helge Bechert füllte die Figur des Brandstifters mit großer Sensibilität und Gespür für die Rolle und das Genre.
Die Uraufführung der noch schwarzweißen Ur-Fassung fand am 19. Oktober 2003 im Rahmen des Gedenkkonzerts zur 60-jährigen Zerstörung Kassels statt. Der Film wurde vom Orchester bzw. das Orchester vom Film begleitet.
Der Dirigent war Rasmus Baumann,
Gesamtleiter des Projekts war Manfred Schumann

Format: Digital-S / DV Länge: 10 Minuten
Setbau




Produktionsassistenz


Regieassistenz
Marc Kröll
Ingmar Mruk
Rainer Zink
Marc Backhausen
Günther Stangelmeier
Hanne Klaas
Jan-Peter Meier
Klaus Volkwein
Marta Malowanczyk
Der ungewöhnlichen Zwölftonmusik wird ein Film gegenübergestellt, der formal weitgehend klassisch aufgebaut ist und eben dadurch ein Gleichgewicht herstellt. Die Themen des Stückes, „Drohende Gefahr – Angst – Katastrophe“, die Schönberg am Vorabend des Dritten Reiches in die Komposition hat einfließen lassen, spiegeln sich im Film wieder, sowohl als direkte geschichtliche Anspielung als auch als Reflektion über menschliche Bedürfnisse sowie eine schwer entscheidbare Schuldfrage.
Im ganzen Film kommen keine Nationalsozialistischen Symbole vor, dennoch legt jeder, der den Film sieht, seine eigene Vorstellung darüber. Ein Festival lehnte den Film ab, weil er "deutschlandfeindlich" sei. Genau das ist er nicht.
Auf dem Dokumentarfilm- und Videofest am 18.11.2004 wurde die endgültig bearbeitete Fassung uraufgeführt.


Der Film lief weiterhin auf dem Bochumer Videofestival 2004

auf den Haydauer Filmtagen im Mai 2004

und zu der Veranstaltung "Kassel gewinnt" am 9.02.2005